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Blutzucker und Blutdruck 

 

Kann der Diabetiker die Retinopathie verhindern ?

Je länger ein Diabetes besteht, desto größer ist die Chance, eine Retinopathie zu entwickeln. Die beste Prophylaxe ist eine gute Blutzuckereinstellung. Mit einer optimalen Stoffwechselregulation kann der Beginn der Augenbeteiligung nicht nur weit in die Zukunft hinaus geschoben werden. Auch auf eine bereits bestehende Retinopathie hat eine Stabilisierung des Blutzuckers und das Vermeiden von Schwankungen dieses Wertes einen positiven Effekt: Untersuchungen haben ergeben, dass bei Vorliegen einer leichten bis mäßigen (nichtproliferativen) Retinopathie eine normnahe Blutzuckereinstellung das Risiko des Fortschreitens um 54% reduzieren kann.

Der HbA1c- Wert
Ein wichtiger Parameter der Qualität dieser Einstellung ist der HbA1c-Wert (der bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung mitbestimmt wird). Liegt dieser Wert unter 6%, ist die Blutzuckereinstellung gut, bei mehr als 7% ist sie als unzureichend einzuschätzen. Unbedingt zu vermeiden ist eine zu drastische Reduzierung eines schlecht regulierten Diabetes (HbA1c über 12%). Wird der Blutzucker mit drastischer Insulintherapie zu rapide gesenkt, kann sich die Retinopathie aus unbekannten Gründen verschlechtern.

Der Blutdruck
Selbstverständlich müssen auch Begleiterkrankungen behandelt werden. Ein vor allem bei älteren Diabetikern oft feststellbarer Bluthochdruck sollte mit einer blutdrucksenkenden Therapie auf Werte unter 140/85 mm Hg eingestellt werden. Und natürlich sollte auf Verhaltensweisen verzichtet werden, die ihrerseits alles andere als gut für die Durchblutung sind. Dies gilt vor allem für einen der wichtigsten Krankmacher in unserer Gesellschaft: das Rauchen.